Vermisst man Oldschool-Retro-Horrorspiele im Stil von Silent Hill , Parasite Eve und Resident Evil mit ihrer einzigartigen Ästhetik, festen Kameraperspektiven und pixeligem Charme? Dann sollte man Plastomorphosis unbedingt ausprobieren. Das Indie-Game ist eine Hommage und Liebeserklärung an längst vergangene CRT-Video-Spielgrafik und verbindet diese mit modernen Methoden der Hinweisführung. So entsteht eine gelungene Symbiose aus nostalgischem Retro-Charme und zeitgemäß geführten Quest-Hinweisen. Funktioniert das? Tut es. Big Brother is watching you Die Geschichte ist – ganz genretypisch – stark fragmentiert und verwirrend. Doch genau diese Bruchstücke und Hinweise liefern jede Menge liebevoller, fast schon herzerwärmender Referenzen an Silent Hill , Parasite Eve , Clock Tower sowie an literarische Werke wie Brave New World und 1984 . Elemente wie Kameras und Augen, die die ständige Beobachtung symbolisieren, kommen genau so vor, wie Telefonanrufe, verzerrte Teilfragmente von Protokollen über die Geschehnisse und auch Überbleibsel der fliehenden Bevölkerung lassen sich an vielen Orten finden. Die Leichtigkeit des Überlebens Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich insgesamt im mittleren bis niedrigen Bereich. Das liegt auch an den Optionen: Man kann zwischen klassischen, etwas „tanky“ wirkenden Steuerungen im Retro-Stil und moderneren Steuerungsvarianten wählen. Der Unterschied liegt hierbei vor allem darin, dass moderne Steuerungen das gleichzeitige Bewegen, Drehen und Schießen beinhalten, während dies im klassischen Steuerungsmodus hintereinander erfolgt. Gamepads werden zwar offiziell nicht unterstützt, funktionieren aber dennoch problemlos. Sollten die Rätsel einmal zu knifflig werden, gibt es zudem eine hilfreiche Option: Wichtige Items können auf der Karte hervorgehoben werden. Für mich war das tatsächlich ein echter Retter bei der Orientierung – es hat mir sogar einen Ausgang markiert. Das ist durchaus ein Barriere-Feature, das ich mir in anderen Spielen wünschen würde. Kämpfe ohne Frust Das Kampfsystem ist – zum Glück – sehr flüssig und selbsterklärend. Das Zielsystem für Gegner ist präzise und lässt kaum Raum für Frust (ich sage das, während ich parallel Silent Hill 2 spiele und daher den direkten Vergleich zu zeitgenössischen Steuerungen habe). Fazit Wenn man ein wenig nostalgisch unterwegs ist und nach einem günstigen, unterhaltsamen und liebevoll gestalteten Liebesbrief an das klassische Horror-Genre suchst, dann ist Plastomorphosis genau das passende Spiel.
Für Anno 117 gibt es seit dem 19. Februar ein neues kosmetisches DLC - das Marvelous Mosaic Pack. Mit diesem könnt ihr eure Bauwerke mit wunderschönen Mosaik Wegen und Bausätzen verschönern. Und um das zu feiern, gibt es mal wieder ein Wochenende, an dem das Spiel kostenfrei gespielt werden kann - und neue Twitch Drops warten auch auf euch. Kann das was? Der DLC Inhalt ist rein kosmetischer Natur. So lassen sich verzierte Wege, Markplätze und auch kleine Bilder im Mosaik Style in die Umgebung setzen. Der Fantasie sind hierbei wieder keine Grenzen gesetzt. Auch farblich lassen sich die einzelnen Elemente diesmal anpassen. Das ist natürlich optional, für passionierte Spieler, die gerne auch dekorieren allerdings optisch wirklich eine Wucht. Freies Wochenende Sollte man noch nicht in den Genuss gekommen sein, Anno 117 spielen zu können, so bietet sich in der Zeit vom 26. Februar bis zum 2. März die Gelegenheit auf den Plattformen UbiConnect, Xbox, Playstation, und Epic Games. Steam scheint im Wochenende nicht mit eingeschlossen zu sein. Twitch Drops Für diejenigen, für die neuen kosmetischen Objekte nicht genug sind, gibt es auch wieder Twitch Drops. Start: 26. Februar 18.00 Uhr CET Ende: 12. März 18.00 Uhr CET In der Kampagne könnt ihr euch durch Zusehen von teilnehmenden Streams auf Twitch die folgenden Belohnungen holen: "Callinectes" Logo - nach 1 Stunde "Venusian Shell" Logo - nach 2 Stunden Wie immer muss dazu das eigene Twitch Konto mit dem Ubisoft Konto verbunden sein, weitere Infos dazu erhaltet ihr auf https://drops-register.ubi.com.
In Monster Hunter Wilds gibt es viele Möglichkeiten, mit anderen Spielern zusammen zu spielen. Ob in offenen Quests, in Verbindungsgruppen oder in offenen Lobbys - es gibt viele Wege, neue Spieler kennenzulernen und mit ihnen auf die Jagd zu gehen. Was aber macht man, wenn man mit wiederkehrenden Spielern oder einer festen Gruppe spielen will? Da kommen die Jagdgruppen ins Spiel. Jagdgruppe hinzufügen Wir im Stream arbeiten mit einer dynamischen Jagdgruppe, das heißt, dass wir die Mitglieder nach jedem Stream wieder rausschmeissen, damit jeweils diejenigen zusammenspielen können, die sich in einem Stream finden und das gerne mal über 50 Mitglieder sind. Es braucht auf jeden Fall eine Jagdgruppe, damit ihr der Lobby der Jagdgruppe joinen könnt. In eurem Optionsmenü geht ihr auf den dritten Reiter Optionen und navigiert runter zu " Jagdgruppen verwalten " - hier geht ihr auf neue Jagdgruppe hinzufügen. Dort wählt ihr " Suche nach Jadgruppen-ID " aus - unsere aktuelle Jagdgruppen ID ist " 3E4BY5E7 ". Der Lobby joinen Seid ihr der Jagdgruppe beigetreten, könnt ihr über Alma oder dem Questschalter der Lobby beitreten. Am Questschalter wechselt ihr in den letzten Reiter " Lobby wechseln Menü " - dort wählt ihr Lobby-Suche und anschließend " Gruppenlobby-Suche ". Anschließend sollte die Lobby der Jagdgruppe auswählbar sein und ihr könnt den Quests joinen.
Der Februar hat Horror-Spiel-technisch einiges zu bieten. Mit dabei einige AAA Titel und Indie Games, die den Puls höher schlagen lassen und für eine gruselige Atmosphäre sorgen. 3. Februar 2026 - Yapyap Yapyap ist ein kooperatives Horrorspiel über Magie und Chaos, in dem man mit bis zu fünf Freunden als Diener eines Zauberers in die Türme rivalisierender Erzmagier eindringt, um gezielt Vandalismus zu betreiben. Mit einer Vielzahl einzigartiger Zaubersprüche - teils per Stimme gewirkt - richtet man maximalen Schaden an, während man sich schleichend, taktisch oder panisch vor patrouillierenden Kreaturen und missglückten magischen Experimenten in Acht nehmt. Man arbeitet zusammen, sorgt für Ablenkung, bleibt ruhig und entkommt lebend, bevor der Turm einen verschlingt. 6. Februar 2026 - Umigari Umigari ist einatmosphärisches Horrorspiel von Chilla’s Art, das dich in einen ruhigen, ländlichen Alltag zieht, der langsam aus den Fugen gerät. In Imugari erkundet man eine scheinbar harmlose Umgebung, erledigt alltägliche Aufgaben und wird dabei immer wieder von subtilen, verstörenden Ereignissen heimgesucht. Ohne Jumpscare-Überladung, dafür mit psychologischem Druck, japanischem Folklore-Horror und der typischen VHS-Ästhetik baut das Spiel stetig Unbehagen auf - bis klar wird, dass man die ganze Zeit beobachtet wird. 10. Februar 2026 - Crisol Theater of Idols Crisol: Theater of Idols ist ein fesselndes First-Person-Horror-/-Actionspiel, das in der unheimlichen Welt von Hispania spielt, einer albtraumhaften Neuinterpretation Spaniens. Als Gabriel, ein Soldat, der sein eigenes Blut als tödliche Waffe einsetzen kann, begibt man sich auf eine Reise, um einen göttlichen Auftrag des Sonnengottes zu erfüllen. 10. Februar 2026 - Heart of the Forest Heart of the Forest ist ein interaktiver psychologischer Horrortrip von Wales Interactive, in dem ein harmlos geplanter Wanderausflug durch den Schwarzwald in pure Angst umschlägt. Eine zusammengewürfelte Gruppe von Studierenden verliert ihren Guide und gerät in einen Albtraum aus seltsamen Ereignissen und einer finsteren, alten Präsenz im Wald, die Realität und Schrecken verschwimmen lässt. Jeder Charakter wird von seinen eigenen Ängsten und Geheimnissen eingeholt, und deine Entscheidungen bestimmen, wer den Wald lebend verlässt. 13. Februar 2026 - Reanimal Reanimal ist ein düsteres Horror-Abenteuer des Originalteams von Little Nightmares, in dem man als Bruder und Schwester in einer verdrehten, albtraumhaften Welt um dein Überleben kämpft und versucht, die verschwundenen Freunde zu retten. Gemeinsam – allein oder im lokalen/Online-Koop - erkundet man verfallene Inseln und unheimliche Umgebungen, löst Umgebungsrätsel, weicht deformierten Monstern aus, um der Hölle zu entkommen, die euer Zuhause geworden ist. 13. Februar 2026 - Welcome to Doll Town Welcome to Doll Town ist ein psychologischer Survival-Horror, der dich in eine verfluchte, einsame japanische Stadt zieht, in der die Bewohner zu unheimlichen, lebensechten Puppen geworden sind und tragische Ereignisse immer wieder neu geschehen. Man spielt als Yumi, eine junge Studentin mit einem harmlosen Nebenjob, die schnell in ein verzerrtes Albtraum-Szenario hineingezogen wird, in dem Realität und Illusion verschwimmen. 13. Februar 2026 - Pinewood Valley Pinewood Valley ist ein intensives First-Person-Horror-Abenteuer in einer offenen Welt, das dich mitten ins Jahr 2006 wirft, wo du als junger Mann in deine Heimatstadt zurückkehrst – nur um zu entdecken, dass sie von einem düsteren Geheimnis verschluckt wurde und von brutalen Killern heimgesucht wird. 13. Februar 2026 - Horripilant Horripilant ist ein unheimlicher, inkrementeller Dungeon-Crawler, der einen als verwundeten Ritter ohne Erinnerung in die verfluchten Tiefen einer vergessenen Unterwelt wirft. Mit jeder Erkundung sammelt man Ressourcen, kämpft gegen groteske Kreaturen, löst knifflige Rätsel und verbesserst die Ausrüstung, während man sich immer tiefer in den grausamen Dungeon vorwagt. 13. Februar 2026 - Sacrificio Sacrificio ist ein intensiver, brutaler Survival-Horror-Shooter, in dem man als einsamer Kopfgeldjäger in ein verfluchtes Land voller dunkler Schrecken und industrialisierter Menschenopfer aufbricht. Man wird beauftragt, einen Priester vor einem sadistischen Vampir zu retten, doch schon bald merkt man, dass die Bevölkerung dort wie Vieh behandelt und von übernatürlichen Monstern gejagt wird. 17. Februar 2026 - Who are you? Who Are You!? ist ein Sci-Fi-Psychological-Horror, in dem man als Ray in eine verstörende Suche nach der verschwundenen Tochter eintaucht – getrieben von der mysteriösen Abwesenheit der eigenen Frau vor 20 Jahren, die wie eine mögliche Alien-Entführung wirkt. Während man durch surreale Umgebungen wandert, verwischen Realität und Erinnerung und man kämpft mit inneren Dämonen und dem eigenen emotionalen Trauma. 19. Februar 2026 - Love Eternal Love Eternal ist ein surrealer Horror‑Plattformer, in dem man als Maya, ein junges Mädchen, das von einem einsamen, selbstsüchtigen Gott aus ihrer Welt gerissen wurde, durch ein labyrinthartiges Schloss voller tödlicher Fallen, Laser und tödlicher Hindernisse rennt und springt. 27. Februar 2026 - Resident Evil Requiem Resident Evil Requiem ist der neueste Hauptteil der legendären Resident Evil-Reihe und verbindet klassischen Survival-Horror mit intensiver Action. Dabei handelt die Story von Grace Ashcroft, die tief in ein persönliches Albtraum-Mysterium hineingezogen wird, und dem erfahrenen Überlebenskämpfer Leon S. Kennedy, dessen actionreiche Abschnitte für Kontrast und atemlose Begegnungen sorgen.
Wales Interactive sind vor allem für ihre FMV-Games bekannt - und wagen sich nun erneut an ein neues Genre: Science-Fiction-Survival-Horror. In Dead Reset schlüpfen wir in die Rolle von Cole, einem Chirurgen mit Gedächtnisverlust, der in einem Operationssaal erwacht und sofort mit einer Operation beginnen soll. Täglich grüßt das Murmeltier Schon nach der ersten Interaktion mit der Patientin wird klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Niemand will Cole erklären, was eigentlich vor sich geht, wo wir uns befinden oder was genau operiert werden soll. Un doch fühlt sich alles seltsam vertraut an. Was ist hier passiert? Wales Interactive nehmen sich hier eines der schwierigsten Story-Formate überhaupt vor - und meistern die Herausfordwerung erstaunlich gut. Die Geschichte entfaltet sich Stück für Stpck, verknüpft verschiedene Erzählstränge und belohnt Spielende, die das Spiel mehrfach durchspielen. Wer mehr über die Story erfahren will, muss öfter spielen - und genauz das funktioniert diesmal hervorragend. Immersives Überlebenstraining Wie man es von Wales Interactive kennt, gilt auch hier die Devise: Wähle dein Schicksal und triff kluge Entscheidungen. Jede Entscheidung hat Konsequenzen - und diese lassen sich nicht rückgängig machen. Wem kann man trauen? Welche Handlungen sind moralisch vertretbar? Trotz weniger Räume und Szenenwechsel gelingt es dem Spiel, konstanten Druck und spürbare Spannung aufzubauen. Besonders hervorzuheben ist diesmal die Arbeit der Makeup-und SFX Artists, die einen wirklich beeindruckenden Job abliefern. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Gore-Fans kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Wem kann man hier noch trauen? Zwar sind die möglichen Enden im Vergleich etwas begrenzt, doch dafür sind die Optionen während des Spiels umso vielfältiger. In kaum einem anderen FMV-Titel hatte man so stark das Gefühl, komplett unterschiedliche Spielinhalte zu erleben - abhängig von Entscheidungen oder davon, mit welchen Nebencharakteren man zusammenarbeitet. Ein neuer Standard Dead Reset setzt für Wales Interactive neue Maßstäbe. Eine dichte Atmosphäre, überzeugende Charaktere und ein Spannungsbogen, der bis zum Schluss hält. Man muss das FMV-Genre mögen - aber wenn man es tut, ist man mit Dead Reset definitiv gut beraten.
Serafini Production legen in diesen Jahren ein Spiel nach dem anderen nach. So erzählen Low und Don't Watch Geschichten, deren Enden die Vorgeschichte zu den weiteren angekündigten Teilen erzählen, so widmet sich Don't Watch einem anderen Phänomen der japanischen Gesellschaft. Gesellschaftskritik als Spiel In Broken Lore Don't Watch begleiten wir - einem jungen Mann, der in das sozialkritische Gesellschaftsphänomen der Hikikomori fällt , einer Entwicklung, in der sich junge Menschen sozial isolieren und kein wahrnehmbarer Teil der Menschen darstellen. Gründe sind vielfältig, gehen jedoch oft mit dem gesellschaftlichen Druck wie Erfolg, Reichtum, Ehre und sozialem Status einher. Weniger ist mehr Wie schon im Vorgänger Low setzt das Spiel auf Minimalismus. Der Fokus liegt hierbei auf Atmosphäre, einzelnen erzählerischen Elementen und vor allem dem, was nicht gesagt oder gezeigt wird. Dabei schaffen es Serafini Productions wieder einmal eine bedrückende und unangenehme Szenerie zu erschaffen, die einen im gleichen Maßen in die richtige Richtung lenken, gleichzeitig jedoch genug Zeit geben, alles erlebte zu verarbeiten. Metaebene und Pixellook Ein elementarer Bestandteile sind wie oft die Pixel-Look Minispiele, welche wieder mehr Einblick geben, in das, was in der Story selbst nicht direkt gesagt wird. Optisch wird so wieder eine klare Grenze geschaffen, zwischen dem, was ist und dem, was sein könnte, oder dem, was war. Neu - oder doch nicht? Die Spielreihe ist auf jedem Fall auf einem guten Weg, sich sein eigenes Genre mit eigenen Charakteriska aufzubauen. Auch in diesem Teil gibt es wieder versteckte Endings, die den Zusammenhang aller Spiele im Broken Lore Universum aufdecken, ein mehrfaches Durchspielen lohnt sich also auf jeden Fall. Eine große allgemeine Kritik an den Spielen ist die Spielzeit, welche sich wie bereits zuvor auf etwa zwei bis drei Stunden erstreckt. Einfach zu spielen, einfach zu konsumieren, aber lange etwas davon haben, so lässt sich Broken Lore Don't Watch zusammenfassen, für die, die auf der Suche nach Spielen sind, die zum Denken anregen und den Fokus nicht auf Action und Angst legen.
Die Spiele um die Entwickler von Serafini Productions waren jahrelang ein Mysterium. Verwechselt werden mit Studios, die ständig in Skandale verwickelt waren und sich immer wieder verschiedene Release Daten zeichneten kein gutes Bild für den Start der Broken Lore Reihe, die eine Kerngeschichte mit kleinen, kurzen Geschichten erzählt, welche von Selbstfindung und Schuld gezeichnet sind. Eine verstrickte Geschichte Broken Lore Low nimmt uns mit in die kleine Stadt Kirisame Mura, wo die aufstrebende Sängerin Naomi ihr Glück in der Musikbranche versucht. Mit dabei sind ihr Freund, der Musikproduzent, und natürlich auch die Konkurrenz, gegen die es sich durchzusetzen gilt. Aber schon schnell wird klar: Hier stimmt etwas nicht. Weniger ist mehr Das Spiel setzt weniger Fokus auf Jumpscares und Animationen, viel mehr wird die Geschichte und die Hintergründe durch Lichtsetzung, Stimmung und Tonalität erzählt. Wenngleich der Inhalt mit gerade einmal zwei bis drei Spielstunden sehr minimalistisch wirkt, schafft es das Spiel (und seine Nachfolger) viel zu erzählen und dabei wenig zu zeigen. Das meiste wird darin erzählt, was nicht gezeigt oder visualisiert wird. In sich sehr stimmig Auf den ersten Blick sehr verwirrend, aber dennoch sehr stimmig, sind die Szenen- und Grafikwechsel, welche sich beispielsweise in grober Pixel-Retro-Grafik zeigen. Diese Elemente erzählen Zeitsprünge, Hintergründe und weitere Lore, die sich grundlegend vom Grundspiel abhebt. Unerwartet ist dabei, dass sich Minispiele überspringen lassen, um Frust zu vermeiden und den Fokus auf die Story zu legen. Das Rad neu zusammen bauen Auf der Suche nach neuen Horrorgames ist es schwierig, etwas Neues zu finden, was einen fesselt. Serafini Productions legt jedoch ein anderes, einfaches Konzept vor, welches geringe Spielhürden bietet, aber lange nachwirkt. Einfach zu spielen, einfach zu konsumieren, aber lange etwas davon haben, so lässt sich Broken Lore Low zusammenfassen, für die, die auf der Suche nach Spielen sind, die zum Denken anregen und den Fokus nicht auf Action und Angst legen.
Nach langem Warten auf den neusten Ableger des Dune Universums legt Funcom mit Dune Awakening nach. Nach Spice Wars lag die Erwartungshaltung hoch, ob nach einem Echtzeit-Strategiespiel ein MMO gelingen kann. Ganz im Geiste des Vorgängers des Entwicklers, erinnert das Spiel in vielen Spielmechaniken an Conan Exiles, wenngleich vieles überarbeitet und verbessert wurde. Der Weg ist das Ziel Wie für Funcom üblich wird man von Anfang an mit einer Geschichte eingeleitet, die sowohl Tutorial, als auch Spielführung ist und dem Spieler dabei genug Möglichkeiten gibt, sich selbst zu entfalten. Wird anfangs noch eine Überlebensgeschichte erzählt und der Spieler durch alle Anweisungen geführt, die nötig sind, um im Spiel zu überleben, wandelt sich der Leitfaden in eine spannende Geschichte, die immersiv von den Entscheidungen des Spielers abhängig ist, die Regeln der Buchvorlage in größter Anerkennung respektiert. Story oder Survival Einer der größten Kritikpunkte des Spiels hierbei ist die Story. Entgegen aktueller Meinungen, nach denen das Spiel lediglich der Mainstory folgt und sonst nicht viel erzählt, muss man explizit nach Storyfragmenten suchen. Nebenquests, Erkundungen und Plünderpassagen geben hierbei eine Menge an Nebeninformationen, die die Welt, die Mechaniken und das Leben und die Geschichte in Dune erklären. Man muss also aktiv nach Hintergrundinformationen suchen, sofern man nicht selbst mit der Welt der Buchvorlage vertraut ist. Allerdings sind diese Storyfragmente gut in die Umgebung in die einzelnen Missionen eingewoben. Pakete und Paces Der Spieleinstieg ist selbsterklärend und einfach - das Farm- und Lootsystem ist schwer genug, um nicht zu langweilen, aber einfach genug, um die Spielden bei Laune zu halten. Ich selbst kann aus Erfahrung sprechen, da meine Base durch einen Sandsturm gewiped wurde und ich durch den Sandwurm bereits alles verloren hatte. Selbst in diesen Szenarien ist die Situation nicht hoffnungslos und in wenigen Stunden kann man sich seinen letzten Stand zurückarbeiten. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Dune Awakening das Geld - nicht nur für Dune Fans, wirklich wert ist. Es macht Spass, ist sehr intuitiv und auch die Pace des Spiels ist sehr gut gehalten. Eine klare Empfehlung für MMO Fans.
Handgezeichnete 2,5-D Platformer gibt es mitlerweile wie Sand am Meer. Schwerer wird es hingegen, unter allen, die einen schon ein bisschen an Paper Mario erinnern, richtige Perlen zu finden. Anders ist da Ruffy and the Riverside. Und zwar sehr anders. Ganz anders. Das Spiel dreht sich um Ruffy - was genau Ruffy eigentlich ist, wissen wir nicht, er wird im Spiel aber mehrfach als Bär bezeichnet -der seine Ausbildung zum Maler abgeschlossen hat. Oder im genauen: Er flippt. Er flippt Bilder. Das heißt, Ruffy nimmt mit einer magischen Bewegung den Inhalt eines Bildes auf und flippt sie auf das Ziel. Und verzaubert das Ziel in genau das, was er aufgenommen hat. Rätsel, Puzzles, Action Und damit erklärt sich auch das Spielkonzept von Ruffy and the Riverside. Ein Objekt vom Material oder Inhalt in ein andere zu transferieren ergibt völlig neue Möglichkeiten, Puzzles und Rätsel zu erstellen, und die machen in Ruffy and the Riverside richtig Spass. Eine volle, lebendige Welt, die ein bisschen an die Welt von Banjo und Kazooie der Nintendo 64 erinnert, lädt dazu ein, an jeder Ecke ein neues Erlebnis zu beginnen. Ist das nicht zu viel? Bei einer riesigen bunten Map mit vielen Ereignissen, Unterleveln und Puzzles könte man fast meinen, das alles wäre ein bisschen zu viel. Ich persönlich beschwere mich ja immer über leere, lieblose Welten, in denen nicht mal das Gras abwechslungsreich gestaltet ist. Das ist in Ruffy and the Riverside definitiv anders. Trotz meiner anfänglichen Überforderung und des Gefühls, erschlagen zu werden, findet man sich extrem schnell und intuitiv im Spiel zu recht. Die Karte ist zwar voll, aber dennoch übersichtlich und ein paar Quest-Übersichten und Sammelscreens machen es einfach, den Überblick zu behalten. Einfach ausprobieren Obwohl das Spiel ein Indie Titel ist, vergisst man schnell, dass es sich hierbei um ein kleines Team handelt, wenn man sich dieses völlig irrwitzigen Genre-Mix anschaut. Zum Glück hat das Spiel eine Demo, sodass man sich selbst ein Bild von diesem sehr bild-lastigem Spiel machen kann. Auf Steam ist die Demo derzeit herunterladbar.